Wir sind von heute bis kommenden
Montag in den Riverside Cottage Srirangapatnam
in der Nähe von Mysore. Mysore liegt 150 km südwestlich von Bangalore
und ermöglicht uns den ersten Einblick in die ländlichen Gebiete im Greenbelt
um Bangalore.
In den letzten zwei Wochen haben wir (mit dem Treffen heute)
an insgesamt fünf sogenannten „Joint Meets“ teilgenommen. In diesen Meetings
trafen sich unter Führung des jeweils gastgebenden Rotary Clubs mehrere
benachbarte Clubs des Distriktes 3190 zu unseren Ehren. Wir erhielten jeweils
die Möglichkeit uns als GSE Team vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Hierbei
halfen uns insbesondere die vorbereiteten Flyer und Visitenkarten. Die
indischen Gastgeber sind es gewohnt, Visitenkarten auszutauschen. Die Clubs
informieren in den Meetings über ihre Projekte und laufenden Aktivitäten. Einige
dieser Projekte haben wir den letzten Tagen auch persönlich vor Ort besichtigen
können. Es ist hervorzuheben, dass insbesondere Projekte im Bereich Bildung und
Gesundheit im Fokus der rotarischen Arbeit stehen, um den regionalen
Handlungsbedarf in Schulen und Krankhäusern abzudecken. Bei jedem Treffen haben
wir nach dem obligatorischen Austausch der Banner die Veranstaltung mit der
indischen und deutschen Nationalhymne beendet.
Darüber hinaus haben wir die Vocational Visits im Sinne
unserer beruflichen Interessen erlebt. Dabei kam es bisher nicht zu der von RI
gewünschten Mitarbeit in einem Betrieb, sondern eher zu Informationsbesuchen
und Unternehmensbesichtigungen. Dies haben wir mit unseren indischen Ansprechpartnern
besprochen und sind auf die nächsten Wochen gespannt. Es ist offensichtlich
schwierig (und dies gilt nicht nur für unsere Gastgeber, sondern für alle am
GSE Programm Beteiligten), ein eintägiges Praktikum zu realisieren.
Als besonderes Highlight des Eintauchens in die indische
Kultur haben wir den gestrigen Abend bei einer Gastfamilie erlebt. Dieser
bestand aus traditioneller indischer Musik. Yvonne, Sabrina und Joanna trugen
traditionelle Saris, Uwe und Jörg trugen Kurta und Pyjama. Diese Kleidung wurde
uns von den Gastfamilien als Geschenk überreicht. Zusätzlich erhielten die
Mädels (Orginalton Uwe) an Händen und Armen Henna Tattoos (Mehandi) und wurden
mit indischem Schmuck sowie Bindhis ausgestattet.
Wir nähern uns mit großen Schritten der Halbzeit unseres
Aufenthaltes.
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